Unser Kontakt mit dem bulgarischen Biologen und besonders Entomologen Iwan Buresch begann im Februar 1965 mit einem Brief von ihm, handgeschrieben und in perfektem Deutsch, in dem er über sein und seines Enkels, Alexi Popov, Interesse für Neuropteren berichtete. Es folgte eine intensive Korrespondenz, und in den Jahren 1967, 1974, und 1978 besuchten wir die beiden in Sofia. Iwan Buresch, obwohl damals schon 82 bzw. 89 bzw. 94 Jahre alt, war sprühend und erzählte aus seinem reichen und faszinierenden Leben und seiner Beziehung zu den bulgarischen Königen Ferdinand I. und Boris III., mit denen er im Verlaufe von 40 Jahren durch gemeinsame biologische Interessen zunehmend engen Kontakt hatte. Sein Enkel, Alexi Popov, zunächst Student der Zoologie, dann – nach einer Dissertation mit einem neuropterologischen Thema – PhD und später Associate Professor und weiterhin auf diesem Gebiet intensiv tätig, wurde unser Freund und Fachkollege bis heute. Fünf Fotografien von den gemeinsamen Stunden bei der Familie Buresch-Popov im Jahre 1974 ergänzen diesen Artikel. Die zufällige Begegnung des 17- jährigen Gymnasiasten Iwan Buresch mit Fürst (später König) Ferdinand I. im Jahre 1903 im Rila-Gebirge erwies sich in vielerlei Hinsicht und bis heute als gewichtiges, nachhaltiges Ereignis, vor allem bedeutsam für die Entwicklung der biologischen, besonders entomologischen Forschung und der naturwissenschaftlichen Institutionen in Bulgarien.